Können Medien den Volksentscheid nicht einfach manipulieren?

Meldungen, die uns erreichen:
„Um Gottes Willen: Nein, danke. Bei der Manipulation, die durch die Medien möglich ist, habe ich keine Böcke, wenn eine Mehrheit von Menschen über ein Thema entscheidet, von dem sie a) nichts versteht und b) von dem sie die Konsequenzen nicht abschätzen kann.“
„Allein schon wegen der Manipulation in der Fragestellung, wie damals über die Wehrpflicht. Des Weiteren fürchte ich das reinste Desaster via Social Media, das wir heutzutage nicht unterschätzen dürfen, wie Fehlinformationen usw.“

Medien sind seit jeher beides:

ein fundamental wichtiger Bestandteil der öffentlichen Meinungsbildung
UND
ein Instrument, das zur Manipulation von Meinungen missbraucht wird. 

Die Grenzen zwischen Meinungsbildung und Manipulation sind manchmal fließend. Die neuen sozialen Medien (Facebook, Twitter, Instagram & Co) verschärfen die Problematik, da jede Privatperson Neuigkeiten verbreiten kann. Dies wird zunehmend von Interessengruppen professionell missbraucht –insbesondere mit Falschmeldungen („Fake News“).

Falschmeldungen als generelles Problem für die Demokratie

Diese Entwicklung fordert nicht nur die direkte Demokratie heraus, sondern auch die repräsentative. Es wurden bereits Wahlen durch Fake-News beeinflusst/manipuliert (Trump/Clinton), als auch Abstimmungen (Brexit). Diese Entwicklung gefährdet die Demokratie generell.

Wie bei jedem neuen Medium werden wir alle mit der Zeit lernen müssen, besser damit umzugehen. Wir werden lernen, den Wahrheitsgehalt von Aussagen zu hinterfragen – und die Quellen von Neuigkeiten besser einzuschätzen.

Wie lernen wir am schnellsten, damit umzugehen?

Wenn wir nur alle 4 bis 5 Jahre eine Nationalratswahl haben, werden wir nicht die Übung entwickeln, mit Falschmeldungen umzugehen. In der Zeit bis zur nächsten Wahl wird sich die Methodik schon wieder heimtückisch weiterentwickelt haben.

Wenn wir häufiger sachbezogene Abstimmungen haben, lernen wir mit dieser Situation umzugehen. Außerdem schlägt Österreich entscheidet vor, schrittweise Volksentscheide einzuführen. Also zuerst auf Gemeinde und Landesebene. Damit lernen wir anhand von Entscheidungen, die weniger weitreichend sind als dies in Großbritannien der Fall war.

Die Zukunft der Medien

In Zukunft werden Menschen Medien sein. Schon heute haben gewisse Personen für gewisse Themen eine größere Gefolgschaft (Leserschaft/Zuseherschaft) als manche etablierten Medien. Die Qualität und Reputation dieser Menschen wird ausschlaggebend sein für eine fundierte Meinungsbildung.

Österreich entscheidet schlägt deshalb eine öffentlich betriebene Plattform vor, auf der die Abstimmungsempfehlungen und Argumente von Medien, Parteien, Organisationen und Privatpersonen übersichtlich publiziert werden.

Generell zum Einfluss der Medien

Schon heute haben Medien einen großen Einfluss auf die Politik. Aktuell können Medien behaupten, die Meinung der Bevölkerung zu vertreten – auch wenn dies eventuell gar nicht der Fall ist. Mit dem verbindlichen Volksentscheid wird diese Medienmacht einer Realitätsüberprüfung unterzogen.

Es stellt sich auch die Frage, ob Medien nicht einzelne Politiker einfacher beeinflussen können als die Mehrheit der Bevölkerung. Bei einem breiten, offen geführten Meinungsbildungsprozess regen sich erfahrungsgemäß Widerstände, wenn die Einflussnahme zu einseitig ist.

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3 Reaktionen

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  • commented 2017-11-06 15:42:31 +0100
    Lieber Moritz, die Bevölkerung muss natürlich umfangreich und objektiv über den Sachverhalt eines Verbindlichen Volksentscheides informiert werden. Die Initiatoren sowie die Finanzierung muss transparent sein. Wir denken auch an die Einrichtung einer parteiunabhängigen Ombudsstelle. Lieben Gruß, Michael vom Team Österreich entscheidet
  • commented 2017-10-28 20:48:06 +0200
    Wie wird sichergestellt das die Information die uns durch so eine Platform erreicht zum Einen sachlich bleibt und zum Anderen ausgewogen ist? Also das sie nicht von wenigen finanziel starken Interesensgemeinschaften dominiert und durch unsachliche Darstellung die Realität verzehrt wird.
  • veröffentlicht diese Seite in Häufige Fragen 2017-10-16 08:55:58 +0200

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